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Nach dem Krieg war die Zahl der Katholiken in Kierspe auf 1500 Seelen angewachsen. Die im Jahr 1946 am Timmerberg errichtete Holzbaracke diente als Notkirche, der Raum reichte aber immer weniger aus. So wurde der dringend erforderliche Neubau einer Kirche in Angriff genommen. Mit der Planung und Ausführung wurde der Architekt Gottfried Böhm aus Köln und mit der Errichtung die Kiersper Baufirma W. und E. Rothstein beauftragt.

Die 1961 geweihte Kirche ist eine anerkannte westfälische Kunststätte. Ausführliche Informationen zum Bauwerk bietet die Broschüre "Westfälische Kunststätten", Heft 23. (Erhältlich in der Kirche). An dieser Stelle daher nur eine kurze bzw. ergänzende Darstellung:

Sowohl Kirchenraum als auch der umbaute Vorhof sind in ihrer Form streng quadratisch. Der Altarraum tritt aus der Grundform heraus. Konzipiert als sechsseitiger Überbau über dem Altar, ist er optische und architektonische Mitte mit besonderer künstlerischer Schönheit. Vor allem durch diese Gestaltung ist die Kirche als Bauwerk mit unverwechselbar eigenem Charakter bekannt. Insgesamt 120 Rosenfenster in wechselnder Zeichnung füllen die Apsiswände. Im oberen Teil der Mittelwand ist in einer großen Mandorla ein Dreifaltigkeitssymbol dargestellt. 

Kirchenraum und Vorhof werden durch zwei große kunstverglaste Fensterwände rechts und links des Glockenturmes voneinander getrennt. Diese Fenster sind je 3½ x 7 Meter groß und werden gehalten von eisernen Waben, die in der Fenstermitte eine Mandorla beinhalten. Beide Fenster wurden von Robert Rexhausen in der damaligen Kölner Werkstatt für Glasmalerie Dr. Reuter gemalt. Sie zeigen auf der Epistelseite das kommende Gericht, und auf der Evangelienseite die Anbetung des Lammes.

Im Gerichtsfenster sieht man innerhalb der Mandorla, die von den Flügeln der himmlischen Geister umgeben wird, den leeren Gerichtsthron, auf dem die Königskrone (Zeichen der umfassenden Herrschaft Gottes) und das Schwert (Zeichen des Urteils, das aus seinem Mund fahren wird), zu sehen sind. Neben dem Thron schweben viele Sterne als Zeichen des untertänigen Weltalls. Vor dem Thron liegt das Gerichtsbuch - als Hinweis auf die göttliche Allwissenheit, der keine Verteidigung widerstehen kann. Noch ist der Thron leer, denn das Gericht hat noch nicht begonnen. Unter der Mandorla sind in einer waagerechten Reihe von fünf Wabenfenstern die Gerichts-Attribute angeordnet: In den beiden äußersten Feldern die beiden Oranten Maria und der Täufer, die zum Throne aufschauend Fürbitte für die Menschen einlegen. Das Mittelfeld zeigt die Gerichtswaage, auf der eine Seele (dargestellt durch das altchristliche Symbol des Fisches) gewogen und durch das Gegengewicht des Kreuzes gerettet wird. Die beiden restlichen Felder enthalten die Passionswerkzeuge Jesu: Die Dornenkrone, die Lanze, den Rock und die fünf Wunden.

Im Anbetungfenster sieht man innerhalb der Mandorla, die wieder von den Flügeln der himmlischen Geister umgeben wird, das Lamm Gottes (Offb 19,9 und 21,23) mit den sieben Hörnern (Symbol der Machtfülle) und übersät mit Augen (Symbol der Allwissenheit). Es steht auf dem Buch mit sieben Siegeln, welches nur vom Lamm geöffnet werden kann (Offb 5, 1-7). Unter der Mandorla sind wieder in den fünf Wabenfeldern die ergänzenden Attribute angeordnet: Im Mittelfeld der Opferaltar, auf dem die Flamme der Anbetung brennt; aus einem Räuchergefäß steigt Weihrauch empor (das sind die Gebete der Heiligen (Offb 8,3 f)). Die beiden äußeren Waben zeigen Musikinstrumente, wie sie in der Apokalypse als Attribute der himmlischen Liturgie genannt werden. Die beiden Felder seitlich der Mittelwabe enthalten sieben Leuchter: Jeder von ihnen stellt eine von den sieben Gemeinden Kleinasiens dar, an welche die die sieben Sendschreiben der Apokalypse gerichtet sind. Alle christlichen Gemeinden der Welt sind in den brennenden Leuchtern vor dem himmlischen Altar symbolisiert vertreten.

Kontakt

Gemeinde St. Josef Kierspe
Glockenweg 4
58566 Kierspe

Tel.: 0 23 59-27 33
Fax: 0 23 59-90 31 12

kierspe@immaculata.de

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