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Die dem hl. Martin von Tours geweihte Kirche wurde in den Jahren 1966/67 nach Plänen des Kölner Kirchenbaumeisters Hans Schilling gebaut. Charakteristisch für die Kirchbauten Schillings sind Fünfeck-Grundrisse mit parabolischen Chorraum. Von außen wirkt die Kirche in architektonischer Anlehnung an die von Le Corbusier errichtete Wallfahrtskirche in Ronchamps wie ein Schiffsbug, ebenso wie die Mauerdurchbrüche an der Ostseite des Chorraumes an diesen wegweisenden Kirchbau erinnern. Ursprünglich war die Außenfläche mit weiß gestrichenem Rauputz versehen. Die harten Witterungsbedingungen machten 1989 eine Außenverkleidung mit dauerhaftem Kupferblech notwendig.

Im Innenraum fällt der rosafarbene Anstrich auf, der fast stufenlos von unten nach oben heller werdend dem Raum Weite und Höhe gibt. Die Decke in blau bezieht sich auf das, was wir uns im regnerischen Sauerland als Himmelsfarbe wünschen. Der Lorbeerkranz über dem Altar - seit der Olympiade im antiken Griechenland das Siegerzeichen schlechthin - ist sinnfällig und braucht an dieser Stelle nicht kommentiert zu werden. Die Farbgebung und Malerei erfolgte unter Aufsicht des Diözesanbaumeisters Dohmen. Sie vermissen ein Orgelprospekt mit silberglänzenden Pfeifen!? Unsere Kirche hat eine elektronische Orgel und die versteckt sich hinter der Holzverkleidung am vorderen Teil der Emporenbrüstung. Die Kirche hat 250 Sitzplätze.

Die Kirchenfenster hat der aus Paderborn stammende Künstler Franz Pauli entworfen. Sie zeichnen sich aus durch klare Linienführung und durch eine den verschiedenen Tageszeiten angepasste Farbgebung (Ost = rot; West = goldgrün; Nord = blau). In das schmale deckenhohe Fenster links vom Eingang hat der Künstler das Motiv der Martinslegende und einen Kindermartinszug eingearbeitet. Das große quadratische Fenster, das sich auf der rechten Chorseite - nahe dem Tabernakel - befindet, versinnlicht das himmlische Jerusalem der Apokalypse der Evangelisten Johannes. In der Mitte das Heiligtum, von dort fließen vier Ströme in je eine der Himmelsrichtungen, in jede Richtung führt auch eine Straße durch perlengeschmückte Tore. Perlengeziert sind auch die Türme der Stadtmauer. Die leuchtend goldgrünen Farben des Fensters deuten auf den Glanz göttlichen Lichtes, der über der Stadt Gottes liegt d.h. auch über der Gemeinde Gottes im Neuen Bund.

Altarkreuz, Tabernakel, Taufbrunnen, Osterleuchter und Ambo stammen von Hermann Berges aus Bad Godesberg. Die Gliederung der Bronzearbeiten korrespondiert mit der Fenstergliederung. Das Altarkreuz ist eine durchbrochene Rhombe in der jeder Eintretende sofort den ihm zugewandten Christus als König und Mittelpunkt des Hauses erkennt.

Hinten unter der Empore ist eine Mariennische eingerichtet. Die Figur ist eine kolorierte Schnitzarbeit aus Tirol. Maria zeigt uns ihren Sohn. Er soll der Mittelpunkt unseres Glaubens sein. Der Rahmen in Anlehnung an den Lorbeerkranz über Kreuz und Altar gilt auch hier Christus, dem Sieger über Tod und Sünde.

Vorn rechts am "Treppenturm" hängt das in Tirol geschnitzte Bild unseres Patrons St. Martin. Es zeigt die Mantelteilung weist so hin auf ein wesentliches Element des Christentums: Den Einsatz für Arme und Notleidende. Im oberen Bereich der 149 mal 66 Zentimeter großen Plastik aus Lindenholz ist die Darstellung des Traumes von Martin eingearbeitet. Diese bildliche Schilderung ist in der Kunst nur selten zu finden. Die Legende erzählt, dass Martin in der folgenden Nacht einen Traum hatte, in dem er Christus mit der Mantelhälfte, die er dem Bettler gegeben hatte, sah. Christus bedankt sich in der Erscheinung bei Martin: Den Mantel habe er nicht für den Bettler, sondern für Christus selber geteilt.

Die Idee zu diesem Kunstwerk stammte von Dechant Josef Bentfeld, der eine Anregung von Küster Reinhard Thomalla aufgriff. Durch persönliche Kontakte nach Österreich kam Bentfeld an einen Entwurf des aus Tschagguns im Vorarlberg stammenden Künstlers Robert Fleisch (dieser hatte bereits die Krippenfiguren für die Marienkirche geschaffen). Die Schnitzarbeiten führte der junge Schnitzer Gerhard Bitschnau aus Vandans im Vorarlberg aus; er hatte früher auch schon die Krippenfiguren für die Martinskirche geschnitzt. Beim Patronatstag im November 1993 wurde das Relief von Pfarrvikar Georg Machnacz feierlich eingeweiht. 

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Kampstraße 1
58540 Meinerzhagen

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Fax: 02354 13195

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